Es war heute Samstag vor vierzehn Tagen. Wir schrieben zwar Frühlingsbeginn, doch der dichte Schneefall vor unseren Fenstern machte die Wahrnehmung einer Wirklichkeit außerhalb der eigenen vier Wände zu nichts anderem als weißem Rauschen, wie das einer Bildstörung. Ich befand mich im verschnaufpausenlosen Übergang zwischen zwei intensiven Arbeitswochen, […]
… wenn man mich lässt! Das muss ich hinzufügen. Denn mit dem heutigen Sonntag vollenden sich 20 (in Worten: zwanzig) traurige Wochen der Entbehrung. So lange nämlich sind die Bäder bereits geschlossen. Ein Ende dieses Umstands gibt es in der Vorstellungswelt unserer Politik nicht. Sie will den sportlichen […]
Fort- und Weiterbildung sind essenziell, man pflastert sich den eigenen beruflichen Weg mit wertvollem Know-How, um voranzukommen. Ganz wesentlich dabei: Gerade im pädagogischen Beruf erweisen sich die soziale Interaktion im Kreis von Kolleginnen und Kollegen und dabei vor allem der Erfahrungsaustausch als unerlässlich. „Wo warst du? Ich habe […]
Neben der Unbeirrbarkeit des Kapitalismus, der am ersten Tag nach dem Lockdown seine Fänge nach den Kauflustigen (oder -süchtigen) ausstreckte, erschwert in den Monaten der Pandemie noch etwas anderes eine halbwegs rasche gemeinsame Reise durch diese Ausnahmesituation. Es fehlt an breiter Solidarität im Einhalten der Maßnahmen, breit heißt […]
Ich weiß, es ist anmaßend. Doch erlaube ich mir als Bürger von Österreich und Lehrer, darin also einer der erstangesprochenen Zielgruppe, die Darstellung meiner Erwartungshaltung an die Durchführung des nun bevorstehenden Massentests. 1. Man weiß pro Bezirk genau, wie viele der betroffenen Zielgruppe in diesem hauptwohnsitzlich gemeldet sind, […]
Die Chöre der Experten erklingen täglich vielstimmig. Ich will mich nicht in diese einbringen. Ich bin weder Virologe, Mikrobiologe, Infektologe noch Mathematiker, Physiker, Informatiker mit hohen Wissenschaftspreiswürden. Ich bin Lehrer, als solcher leite ich zurzeit provisorisch eine berufsbildende höhere Schule in Linz (Oberösterreich). Ich denke nach und reflektiere […]
Nosing Around: Wir treffen einander heute sieben Monate nach unserem ersten Gespräch, am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertags. Danke für Ihre Zeit! Wie geht es Ihnen? COVID-19: Danke der Nachfrage! Gut. Ich möchte sagen, fast sehr gut. NA: Warum nur „fast“ sehr gut? C: Diese Anstrengungen Ihrerseits, unsere Ausbreitung […]
Das Coronavirus infiziert auch die Semantik unserer Sprache. Wörter, einst unverdächtig in ihrem Gebrauch, zeigen sich nur noch mit Bedeutungsschlagseite. Manche wurden leer, weil die ihnen Sinn gebende Tätigkeit ausgesetzt worden ist. Bei manchen bekommt das eigentlich damit Bezeichnete einen verfänglichen Kontext. So verstanden wir unter „Cluster“ vor […]
Das Coronavirus führt uns vor. Es zeigt uns als Indikator unser Scheitern. Es zeigt uns, dass wir auf den immer gleichen ausgetretenen Pfaden unterwegs sind. Es zeigt uns Weggabelungen, an denen wir immer dieselbe Abzweigung nehmen. Wir wundern uns nicht einmal, wenn wir zu guter Letzt immer wieder […]
Unser Alltag, drei Monate und eine Woche nach dem Lockdown, zeigt sich nun geradewegs so, als ob da nie irgendetwas anders gewesen wäre. Oder so, als ob es uns nichts (mehr) angeht: Anderswo – ja, schon, aber hier: aus und vorbei. Österreich verstand sich immer als Insel der […]
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