Gesundheit

Erster Stich

Vorab: Mir ist es ein Anliegen, mit einer kleinen Chronik der Ereignisse nach meiner ersten Covid19-Schutzimpfung aufklärerisch zu wirken. Mir ist dabei natürlich klar, dass es um eine ganz individuelle Geschichte geht, jeder Mensch ist anders, reagiert auf eine Impfung anders.

Mir geht es um eine wirklich dringend notwendige Auflösung eines bösen Zaubers namens schlechtes Image. Dieses ist in den vergangenen Wochen rund um ein gerade für Europa wichtiges Vakzin konstruiert worden. Es geht um den hochqualitativen Impfstoff von AstraZeneca. Mit diesem bin ich als Angehöriger einer „vorgezogenen Berufsgruppe“, ich bin Lehrer und als solcher zurzeit provisorisch mit der Leitung einer Schule betraut, am vergangenen Donnerstagnachmittag geimpft worden. Meine Ausführungen erfolgen ausschließlich auf meine Initiative hin. Niemand bezahlt mich dafür, erst recht nicht AstraZeneca.

Nur wenn sich so viele wie nur irgendwie möglich impfen lassen, weist dies unserer Gesellschaft den Weg zu jener Tür, die uns aus dem nervigen Welt-Themenpark „Corona-Pandemie“ den Ausgang nehmen lässt. Insofern mögen sich all jene, die nun gegen Impfungen toben wollen, gerne in Kommentaren echauffieren. Seit jeher und weiterhin muss sich jeder Kommentar auf meinem Blog meiner redaktionellen Prüfung nach journalistischen Kriterien stellen. Wer sachlich, was heißt: auf Basis belegter wissenschaftlicher Erkenntnisse, pro oder kontra argumentiert, findet mit seiner Meinung sehr gerne unter diesem post Öffentlichkeit. Diese gibt es für Hass, Verschwörungstheorien, Diffamierungen etcetera hier sicher nicht.

Donnerstag, 15. April, 15:20: Endlich! Mein Impftermin in der Impfstraße im Design Center in Linz (Oberösterreich) ist gekommen. Ich trete an, mit Impf-, Reisepass, e-card, Bestätigung des Dienstgebers (wegen vorgezogener Berufsgruppe) und ausgefülltem Fragebogen zu meinem Patientenstatus.

15:25: Die Nadel steckt in meinem linken Oberarm, der Impfstoff ist sogleich drin. Danach sitze ich zur 20minütigen Beobachtung in der dafür vorgesehenen Wartezone. Ich habe selten Zeit zu lesen und nutze sie jetzt. Zu Hause griff ich rasch ins Buchregal zum kleinen Format für die Sakko-Innentasche, also einem Reclam-Text. Warum es gerade „Candid“ von Voltaire geworden ist? Einfach Zufall. Danach Ortswechsel ins Home-Office.

17:00 bis 19:45: Online-Seminar zu schul- und dienstrechtlichen Grundlagen, Teil zwei von insgesamt drei. Alles gut. An der Einstichstelle wird der Oberarm temporär besonders muskulös.

Freitag, 16. April, 3:50 Uhr, laut Impfzeitrechnung also in Stunde 13 nach dem Pieks: Ein menschliches Bedürfnis unterbricht den Schlaf, leichtes Kopfweh, etwas Frösteln, mehr nicht.

6:30 Uhr, Aufstehen: Der Tag fühlt sich etwas schlapp an, das leichte Kopfweh ist geblieben. Wenn es nicht mehr ist, wunderbar! Auf in die Arbeit! Vormittags: Das Kopfweh geht, das Kopfweh kommt.

12:30 Uhr, Gott sei Dank, es ist Freitag. Der Körper signalisiert sein riesiges Bedürfnis nach Ruhe. Ich schließe den Arbeitstag vorzeitig ab, denn ich habe noch eine Stunde Wegzeit nach Hause, plus 15 Minuten Abstecher in den Lebensmittelhandel fürs Wochenende. Das wird sich von der dafür verfügbaren Körperenergie her ausgehen. Ich merke, mein Körper beschäftigt sich mit der Aufgabe des Vektor-Impfstoffs, gut so.

14:20 Uhr: Im Auto erreicht mich ein Anruf, der zu Hause eine halbe Stunde Home-Office nach sich zieht. Dann noch rasch eine Jause gegen den Hunger.

15:30 Uhr, 24 Stunden nach dem ersten Stich: Es fühlt sich grippisch an, für meine Verhältnisse ist die Körpertemperatur höher, aber weit weg von Fieber. Es ist Zeit, sich auszuruhen. Ich schlafe drei (!) Stunden tief und fest und wackle danach durch meinen Abend.

Samstag, 17. April, 7:30 Uhr: Guten Morgen, Welt! Alles fühlt sich an wie immer und normal. Das also dürfte es gewesen sein. Den zweiten Stich erhalte ich in elf Wochen.

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