Kategorie: Theater

Ein zweites Mal Macbeth

Ich sah am vergangenen Freitag wiederum „Macbeth“, dieses famose choreographische Theater von Johann Kresnik, mit der Klaviermusik von Kurt Schwertsik und in der Ausstattung von Gottfried Helnwein, gut drei Monate nach meinem Besuch der Premiere Mitte Oktober 2018 nun also ein zweites Mal. Am Landestheater Linz (Oberösterreich) machte […]

Schön ist so ein Ringelspiel

Das ist a Hetz und kost´ ned viel Damit auch der kleine Mann/sich eine Freude leisten kann. Immer wieder fährt man weg/und draht sich doch am selben Fleck. Man kann sagen, was man will/schön ist so ein Ringelspiel. Ich ging aus der Vorstellung von Ödön von Horváths „Kasimir […]

Navigare necesse est

Nach Jahren berechtigter Abstinenz zog es mich am gestrigen Samstagabend wieder in den Donaupark von Linz (Oberösterreich) zur „Klangwolke“. 1979 unter den Vorzeichen breiter Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen, hat dieser Event eine mehr als bewegte Geschichte. Bei der Premiere übertrug man eine Symphonie von Anton Bruckner aus dem […]

Träume sind zum Leben da

So richtig gelungen ist ein Theatersommer für mich stets dann, wenn ich die special!junior!senior!Produktion in Stadt Haag (Niederösterreich) gesehen habe. Da finden sich Kinder, reifere Kinder und Menschen, die ihren Voraussetzungen entsprechend ihre eigenen Umgangsformen mit der Wirklichkeit gefunden haben, zu einem verschworenen Team zusammen und erzählen mit […]

Samstags rasch in die Met

Ich war am vergangenen Samstag in der Met. Nicht physisch, sondern mit Augen und Ohren, und in 2D, denn natürlich lässt so eine Leinwand den Raum vermissen, klanglich, atmosphärisch, klimatisch. Lebt Theater nicht auch vom Duft verarbeiteter Materialien für Kulissen, Kostüme, Make-Up oder des verbrannten Staubs auf heiß […]

Flucht aus der Dekadenz

Kaum eine andere Posse von Johann Nestroy hängt in ihrer Aufführungspraxis so von einem schauspielerisch versierten Hauptdarsteller ab wie „Der Zerrissene“. Herr von Lips, seines Reichtums überdrüssig, den aufgesetzten Gefälligkeiten falscher Freunde ausgeliefert und in tiefer Glaubenskrise mit der Langweile, „der enorm horriblen Göttin, die gerade die Reichen […]

Kein Andorraner hat etwas zu befürchten

Pflichtlektüre im Deutsch-Unterricht! Legt Bühnenbilder Florian Parbs deswegen Max Frischs „Andorra“ in eine große graue Schachtel wie ein Klassenzimmer? Noch dazu fungieren die schwarzen Wände reihum als Tafel. Das Ensemble zeichnet sich mit Kreiden das Notwendigste, ein Kreuz, Kalkulationen, das Herz, mit dem Andri die Zuneigung zu seiner […]