Sport

Die Ersten werden die Letzten sein

Wir haben uns sehr früh für das 1000m-Einzelzeitschwimmen in Pucking nahe Traun (Oberösterreich) angemeldet. In den Mitteilungen des Veranstalters war bald erkennbar, dass Birgit und ich uns mit niedrigen Startnummern der Challenge stellen, so schnell wie möglich zwei 500m-Dreiecke im Puckinger See zu schwimmen: Birgit mit Startnummer 3, ich mit 4.

Am vergangenen Freitag, Punkt 18 Uhr, war es dann so weit. Diese Aussage ist nicht ganz richtig. Da das Teilnehmerfeld im Zehn-Sekunden-Takt abgelassen wurde und sowohl Startnummer 1 als auch 2 nicht erschienen waren, eröffnete Birgit um 18:00:20 das 8. Einzelzeitschwimmen der Naturfreunde Pucking. Zehn Sekunden später tauchte ich in den für unsere bisherigen Trainingsverhältnisse (Pichlinger See, zuletzt 14 Grad Wassertemperatur) sehr warmen See und steuerte die rote Boje knapp vorm gegenüberliegenden Ufer an. Das Wissen um 54 weitere, die sich im engen Zeittakt hinter uns ins Wasser stürzen, hat mich beseelt, das Ziel zu verfolgen, vor der ersten Boje von noch niemandem überholt zu werden. Zig dergleichen Manöver sollten ja ohnedies folgen, also Gas! Es ging auf. Ob das klug war, fragte ich mich gleich nach der ersten Linkskurve um die Boje. Der Kopf sagte plötzlich, diese Runde eins zieht sich irgendwie enorm. Ufernah hatte der See nahezu Badewannentemperatur, dann und wann eine kühlere Strömung. Mir war im Neopren (es galt im Wettkampf Tragepflicht!) hübsch warm. Kaum war das Wasser kühler, kurzer Griff an den Halsabschluss, es tat gut, etwas Kälte zwischen Anzug und Haut einfließen spüren zu dürfen. Mittlerweile hatte sich auch das rechte Schwimmbrillenglas zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Die Chance, es zu leeren, nutzte ich beim vorgesehenen Landgang zur Halbzeit (danke für die „helping hands!“ für alle beim Ausstieg!). Wenige Laufschritte, Sprung zurück ins nicht so kühle Nass!

DSC01957-minIm zweiten Dreieck hilft der Kopf schon gut mit, denn immerhin bringt dich jeder Kraulzug dem Ziel näher. In der Strecke von Boje zwei zur Beachflag, die den Ausstieg markierte, schwamm ich auch geradliniger als zuvor. Nach dem Ausstieg galt es noch, sich ins Ziel zu bringen. Die Zeitmessung erfolgte via USB-Stick-ähnlicher Chips (siehe Beitragsbild oben), die mit der Startnummer gekennzeichnet auf Pflöcken vorbereitet worden waren. Man schnappte sich den seinen, lief zum Ziel und stach sich wie bei einer Arbeitszeiterfassung quasi aus: Ich bei 21:39, Birgit bei 23:51, für beide von uns neue persönliche Bestzeiten, für beide von uns in den jeweiligen Wertungen (Damen/Herren) der letzte Platz.

Wir stehen dazu und sind stolz darauf. Worum geht es uns? Ums Mitmachen, Spaß haben, Finishen und ums (Insider für unsere Sportfreunde mit kleinem Augenzwinkern!) „Gut-Ausschauen“. Wir betreiben das Schwimmen nun ein gutes Jahr lang mit einer Konsequenz im Training, so viel zwischen Berufs- und Privatleben (wir sind swim-buddies, no couple!) von uns eben leistbar ist. Vor einem Jahr verfolgten wir das Ziel, in den Staffeln beim Eisenwurzentriathlon in Garsten (Oberösterreich) 500 Meter samt Lauf in die Wechselzone unter dem gebotenen Limit von 15 Minuten zu schaffen. Insofern: es geht ordentlich was weiter bei uns in unseren lebenserfahrungsreichen Altersklassen von 40plus (Birgit) bzw. 50plus (Peter). Unsere nächste Wettkampfstation: 6. Juli, 1500 Meter beim „Backwaterman“ im Ottensteiner Stausee.

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