Gesundheit

Made in China

Wir werden sicher niemals erfahren, wie genau sich das Coronavirus in die Welt setzte. Die Wirklichkeitserzählung der „Leistungsdiktatur China“ (ZDF-Chinakorrespondent Ulf Röller) wirkt wie ein Schutzmantel, den sie über dieses Geheimnis geworfen hat. Es zu lüften, ändert auch nichts. Das Virus ist da und es ging viral. Das klingt tautologisch, ist es aber nicht, denn das Virus ist mittlerweile nicht nur ein Faktum für die menschliche Gesundheit weltweit, sondern auch ein Treibstoff für die Er-, wenn nicht sogar Überhitzung eines weltweit synchron geschalteten Medienhypes in unserer nach „Informationen“ süchtigen Gegenwart. Das Wort Informationen steht insofern unter Anführungszeichen, weil der Faktengehalt so mancher „Information“ höchst zweifelhaft erscheint.

Die Viralität des Coronavirus beweist zudem, wie brüchig unsere Welt in der Globalisierung ist. Da haben wir aus kostenrechnerischen Gründen (Stichwort billige Arbeitskräfte oder Produktionsstätten, die ohne „Qual“ von Umweltauflagen oder -verträglichkeitsverfahren errichtet werden konnten) in den verschiedensten Branchen Produktionsprozesse nach China ausgelagert. Die stehen nun wegen der Epidemie still.

Die Strategen dieser wirtschaftlichen Globalisierung haben jämmerlich versagt, weil sie, so sie das Risiko überhaupt bewertet haben sollten, von der Planung und Umsetzung von Sicherheitsvorkehrungen Abstand genommen haben. Die Notsituation mit dem Virus ist ein verhältnismäßig geringfügiger Anlass (andere wären Naturkatastrophen oder etwa ein Krieg), der die fragile Soll-Bruchstelle der Globalisierung aufzeigt. Es gibt keinen Plan B. Dieser ist in der Frage von Konsumgütern natürlich lässlich, anders verhält es sich bei Produkten oder allein schon bei der Erzeugung von Rohstoffen für täglich notwendige Versorgung, zum Beispiel mit Medikamenten.

Abgesehen von jenen Medikamentenengpässen, die uns seit Monaten plagen, weil im Handel nicht die Versorgungssicherheit, sondern der Markt und damit der Verkauf an den Bestzahler diktieren, werden wir gegen Ende dieses Jahrs 2020 höchstwahrscheinlich Herausforderungen zu bewältigen haben, dass lebensnotwendige Medikamente überhaupt verfügbar sind. Denn die Lücke in der für eine ganze Welt alleinigen Produktionskette in China jetzt wird nicht einfach zu schließen sein.

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