Musik

Der König des Singer-Song-Writings

Jetzt wollen wir mal nicht so sein. Ja, das 70-jährige Thronjubiläum von Queen Elizabeth war alle Feierlichkeiten wert. Im Radio kommentierte eine weibliche Stimme, irgendwo in London auf der Straße eingefangen, die Bedeutung der Queen. Sie sei es, die „Britain“ erst zu „Great Britain“ mache.

Jetzt aber rückt ein anderer Jubilar in den weltweiten Fokus. Einer, der über Jahrzehnte hinweg die Welt des Singer-Song-Writings „great“ gemacht hat. Am kommenden Samstag wird Paul McCartney 80 Jahre alt.

Im Februar 2019 während eines Liverpool-Aufenthalts und da bei unserer Fab-Four-Tour mit Taxi und Danny als Fahrer und Zeitzeugen der Generation nach den Beatles standen wir, meine Tochter und ich, vor dem simplen Reihenhaus, in dem die Familie McCartney gewohnt hatte. Mit der wachsenden Berühmtheit von Sohn Paul belagerten die Fans Straße und Vorgarten, Paul selbst war nicht verlegen, kam heraus, suchte das Gespräch. Das war allerdings noch zu Zeiten, als sich Ruhm und Erfolg noch gut anfühlten, nicht zur Last gewandelt hatten. Selbst im Februar 2019 zog es die Fans noch dorthin. Die Nachmieter müssen das dulden.

Wir, also Danny, Mila und ich, diskutierten auf unserer Reise zu den Wurzeln der Beatles in Liverpool über die Unterschiede zwischen den John- und den Paul-Songs. Freilich schauten wir auch beim Barber bei Penny Lane vorbei, ein typischer Paul-McCartney-Song, und hinein und sagten „Hello!“.

„Penny Lane, there is a fireman with an hourglass/And in his pocket is a portrait of the Queen”. Wir feiern nun also das Thronjubiläum des Königs des Singer-Song-Writings, sein achtzigster Geburtstag ist der würdige Anlass, sich vorm musikalischen Schaffen Paul McCartneys zu verbeugen. Mir ist er irgendwie zu einem nahen Verwandten geworden, generationstechnisch 25 Jahre Altersabstand wie zwischen meinem Vater (gleicher Jahrgang wie Paul!) und mir, einer, der mich mit seiner Musik durchs Leben begleitet.

Ich gebe aus der Zeit nach den Beatles nur drei sehr populäre Referenzen, sie wollen gehört und gesehen werden, die Links sind hinterlegt. Die erste Referenz würdigt einen der größten Erfolge der „Wings“, nämlich den Titelsong zum James-Bond-Film „Leben und sterben lassen“. Dann verdient „Ebony & Ivory“ (1982), das Paul McCartney gemeinsam mit Stevie Wonder gesungen hat, einen Klick, ein sehr signifikantes Stück Musik für die achtziger Jahre und meine Teenie-Jahre.

Nichts bezeugt das Wesen des Musikers Paul McCartney im fortgeschrittenen „Liverpudlian“ Lausbuben-Alter besser als der legendäre Gastauftritt bei James Corden in seiner „The Late Late Show“ (2018), 24 Minuten, zuerst Carpool Karaoke, inszenierter Überraschungsgig zum Schluss, zum Weinen schön. Also bitte Zeit nehmen, schauen, hören, mitsingen, Fröhlichkeit tanken! Happy birthday, Paul McCartney!

Foto: Beatles-Denkmal am Pier in Liverpool – mit dem Jubilar ganz links

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